|
Bei den diesjährigen Landes- und Jahrgangsmeisterschaften brachte die SG Elbe mit 43 Aktiven hinter dem Swim Team Elmshorn (54) die zweitgrößte Mannschaft an den Start. Fünfmal Gold, einmal Silber, einmal Bronze und drei weitere Finalteilnahmen in der Offenen Klasse sowie 12 Titel, 14 mal Platz 2 und 12 dritte Plätze neben fünf weiteren Athleten in den Jahrgangsfinals sind eine mehr als überzeugende Bilanz einer sehr jungen Mannschaft. Insgesamt waren 448 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 32 Vereinen zu insgesamt 2222 Einzelstarts gegangen, bei denen sie sich auf den 100m-Strecken und den 200m Lagen zu den Jugendfinals (Mädchen: 1999-1997, Jungs: 1999-1996) und den Finalläufen der Offenen Klasse qualifizieren konnten.
Beinahe erwartet werden Titel stets von Inga Gäbler (Jahrgang 1990) und Mathias Kopp (Jg. 1984), der als Trainer der Leistungsgruppe in Doppelfunktion vor Ort war. Beide wurden den hohen Ansprüchen gerecht. Gäbler, trotz Studium im Trainingsalltag eingeschränkt, verteidigte den Titelhattrick in ihrer Hauptlage Brust über die 50m (0:34,60 Minuten), im Finale der 100m (1:13,66 Minuten) und über die 200m (2:41,02 Minuten). Sprintass Kopp tauschte seine Stoppuhr jeweils kurz gegen Badehose und gewann trotzdem auf seiner Paradestrecke 50m Rücken in 0:28,16 Minuten sowie im 50m-Freistil-Sprint (0:24,66 Minuten); über 100m Rücken im Finalrennen schlug er zudem in 1:01,83 Minuten als Zweiter an.
Für die "Offenen Finals" qualifizierten sich noch Katharina Karolewicz und Fabian Uridat (beide Jg. 1995) in ihrer gemeinsamen Hauptlage Schmetterling. Uridat legte mit neuer Bestzeit vor - Platz 6 in 1:01,05 Minuten. Karolewicz zog mit neuer persönlicher Bestleistung 1:06,86 Minuten als Vierte nach. Auf der doppelten Distanz wurde sie sogar dritte in der Offenen Klasse. Ihre Vorlaufzeiten der 100m-Rennen brachten beiden jeweils den Sieg in der jeweiligen Jahrgangswertung ein, im Gegensatz zu Karolewicz, die über 100m (1:03,00 Minuten) und 200m Freistil (2:17,29 Minuten) noch jeweils als Zweite anschlug, wurde Uridat bei den 200m im Jahrgang allerdings knapp auf den Silberrang verwiesen.
In super Form präsentierten sich die beiden Wedeler Jasmin Cwiklinski und Jonte Körner (beide Jg. 1997) und belohnten ihre starken Auftritte jeweils mit dem Erreichen der Jugendfinals. Cwiklinski zauberte im Finale über 100m Schmetterling eine satte, neue Bestleistung aus dem Hut (1:16,08 Minuten) und schwamm damit auf den fünften Platz vor. Über ihre Hauptstrecke - 50m Freistil - hatte sie sich wenige Wochen zuvor das Ticket für die Norddeutschen Titelkämpfe gesichert, in Lübeck unterbot sie im Jugendfinale 100m Freistil in 1:04,15 Minuten eine weitere Norm - natürlich in neuer persönlicher Bestleistung. Die Ergebnisse der Vorläufe bedeuteten für sie zudem Bronze (Schmetterling) und Silber (Freistil) im Jahrgang. Nun war Körner gefordert und antwortete sackstark. Mit neuer Bestleistung wurde er zunächst Jahrgangszweiter im Vorlauf und haute im Finale noch richtig einen raus: 5% unter seiner alten Bestmarke schlug er als Vierter in 1:08,72 Minuten an - das Ticket für die Norddeutschen inklusive. Das Überraschende daran war, dass er eigentlich Kraulschwimmer gewesen war; Trainer und Athlet vereinbarten am Beckenrand kurzerhand den Hauptlagenwechsel.
Einen Startplatz im Jugendfinale erschwammen sich zudem die Pinnebergerinnen Alena Hansen und Julia Preuß (ebenfalls beide Jg. 1997). Hansen wurde über 200m Lagen Achte in 2:49,36 Minuten und Zehnte über 100m Rücken in 1:18,60 Minuten, während sie über 200m Rücken zu Silber schwamm (2:43,07 Minuten). Preuß qualifizierte sich über 100m Freistil für die Finalentscheidung und wurde dort in 1:07,07 Minuten Fünfte. Dazu belegte sie über 400m Freistil in 5:06,68 vor Hansen (5:09,77 Minuten) Platz 2.
Darüber hinaus wurden Fjoalla Krasniqi (Jg. 1997), ihr jüngerer Bruder Arti und Lukas Balsam (beide Jg. 1999) Jahrgangsmeister. Fjolla gewann die 200m Schmetterling (2:47, 95 Minuten), ihr Bruder war 100m Rücken (1:17,59 Minuten), 200m Rücken (2:41,67 Minuten), 100m Schmetterling (1:18,04 Minuten), 200m Schmetterling (2:55,22 Minuten), 200m Lagen (2:43,50 Minuten), 200m Freistil (2:24,94 Minuten) und den 400m Freistil (5:00,71 Minuten) nicht zu schlagen. Über 100m Freistil (1:08,91 Minuten) und 100m Brust (1:29,76 Minuten) ergatterte er sich zudem Silber. Lukas Balsam gewann derweil die 200m Brust in 3:07,63 Minuten und wurde 100m Brust hinter Krasniqi in 1;32,96 Minuten Dritter.
Weitere Podestplatzierungen erzielten Zoe-Julia Krause als Zweite über 100m (1:23,77 Minuten) und 200m Schmetterling (3:05,74 Minuten) sowie Dritte über 100m (1:09,00 Minuten) und 400m Freistil (5:19,96 Minuten), Jessica Dias Pires (beide Jg. 1999) mit Rang 2 auf 200m Brust (3:09,34 Minuten) und Rang 3 über 100m Brust (1:30,67 Minuten) als auch Katharina Thiecke (Jg. 1997) mit Silber über 200m Schmetterling (2:58,17 Minuten) direkt vor Bronzeschwimmerin Sophie Teichmann (3:03,34 Minuten). Ebenfalls zu Bronze schwamm die ein Jahr ältere Lisa-Marie Nuppenau über 200m Schmetterling (2:46,96 Minuten) und auch 200m Brust (2:59,04 Minuten). Rückenschwimmerin Nadja Steinbach (ebenfalls Jg. 1996) belegte in ihrer Hauptlage auf 100m (1:18,27 Minuten) und 200m (2:47,30 Minuten) ebefalls den dritten Platz.
Da wunderte es kaum, dass Kopp und sein Pinneberger Kollege Thorben Ehlers ein positives Wettkampffazit zogen. Als eine Art Belohnung sollte zumindest für die Wedeler ein Trainingslager unter der Sonne Zyperns folgen, dass sich alle verdient hatten.
to-the-top
|